Autoren-Coaching auf der LBM17

© Gero Altmann
© Gero Altmann

Die Leipziger Buchmesse steht vor der Tür! Zu diesem Anlass haben wir uns etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Gemeinsam mit Beemgee bieten wir ein exklusives Autoren-Coaching auf der LBM17. Wer bis zum 18. März 2017 seine Geschichte als Beemgee-Projekt anlegt und uns dieses einschickt, hat gute Chancen, einen unserer 8 Beratungstermine à 40 Minuten wahrzunehmen! Wir freuen uns, Euch persönlich kennenzulernen. Gern beantworten wir auf der LBM17 auch alle Eure Fragen zum Schreibhain und zu unserer Autorenausbildung.

Was Ihr unternehmen müsst, um einen der Beratungstermine zu ergattern, lest Ihr auf dem Beemgee-Blog: https://www.beemgee.com/blog/autorencoaching-leipziger-buchmesse-2017/?lang=de

Schreibwettbewerb um einen Platz als Stipendiat in der Autorenausbildung VI

Am 01. April 2017 startet unsere Autorenausbildung mit dem Jahrgang VI. Ab sofort nehmen wir Eure Bewerbungen entgegen.

Wir vergeben einen Platz an einen Stipendiaten

Auch dieses Mal vergeben wir wieder einen Platz an einen Stipendiaten und loben dafür unseren Schreibwettbewerb aus.

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Schreibwettbewerb

Thema und Genre des Textes überlassen wir Euch. Einzige Einschränkung: Es muss sich um einen belletristischen Text handeln. Bitte schickt uns keine Lyrik, keine Sach- oder Theatertexte, auch keine Essays. Wir können sie leider nicht berücksichtigen. Ob abgeschlossener Text oder Fragment aus einem größeren Projekt spielt hingegen keine Rolle. Zusätzlich zum Wettbewerbstext bitten wir um eine künstlerische Vita.

Maximale Länge: 10 Normseiten.

Einsendeschluss: 10. März 2017.

Bekanntgabe des Gewinnertextes: 17. März 2017

Einreichungen an: Tanja Steinlechner und das Schreibhainteam / kontakt@tanja-steinlechner.de

 

Mit Teilnahme am Wettbewerb erklärt sich der zukünftige Stipendiat bereit, namentlich und mit Foto auf der Schreibhain-Website genannt zu werden.

Sollte wider Erwarten der Jahrgang nicht zustande kommen, erhält der Stipendiat einen Platz im Jahrgang VII (ab Oktober 2017). Der Gegenwert der Autorenausbildung kann nicht in bar ausgezahlt werden. Sollte der Stipendiat anreisen müssen, trägt er die Kosten für seine Unterbringung, die Fahrten und seine Verköstigung.

 

Nach Ablauf des Wettbewerbs informieren wir alle Autoren über das Ergebnis und teilen auch mit, welche Bewerber sich unabhängig vom ersten Preis für die Autorenausbildung qualifiziert haben.

 

Weitere Informationen zur Autorenausbildung im Schreibhain

https://schreibhain.com/weiterbildungfuerautoren/autorenausbildung/

 

Kostenfreier Infoabend zur Autorenausbildung im Schreibhain:

18. Februar 2017 / 19.00 – 20.30 Uhr

Kleine Rosenthaler Straße 2, 10119 Berlin

Wir bitten um Anmeldung unter: kontakt@tanja-steinlechner.de oder telefonisch unter: 0177/ 32 16 298

 

Vergissmeinnicht war gestern oder eine Liebesgeschichte in neuem Gewand – Eine Rezension von Tanja Steinlechner

36188Wild zusammengewürfelte Blumensorten wuchern nicht nur in dem dafür vorgesehenen Kübel, sondern auch in der Kaffeetasse. Auf taubenblauem Grund prangt ein grüner Stempelvollmond und büßt an den Rändern Farbe ein. Fehldruck. Vintage. Berlinzauber. Ausgerechnet der Mangel gibt die Komposition vor und erweckt einen blühenden Eindruck, der Leben hervorkitzelt hinter Fassaden.

So ergeht es auch Marieke, der Protagonistin in Ilke S. Pricks Roman Vergissmeinnicht war gestern. Sie ist die Jüngere von zwei Geschwistern, die sich schuldig fühlt am Unfalltod ihrer Mutter; die nie heranreicht an ihre perfekte Schwester, nicht in ihrer Sehnsucht, die sie mit einem ganz bestimmten Blau auf die Leinwand zu bannen sucht, nicht mit ihrem Zahnarztgatten, der ihr chaotisches Leben verdaut und geordnet hat und der sie jetzt – nach all den Jahren – doch betrügt.

Im mittleren Alter noch einmal neu anfangen, kann das gutgehen?

Marieke zieht in die leerstehende Wohnung ihrer Freundin. Sie fühlt sich allein und überfordert von ihrer Geschichte und all ihren Verlusten. Es ist Silvester. Niemanden will sie  an sich heranlassen und deshalb auch nicht bleiben. Die Wohnung ist ihre Übergangslösung auf Zeit – und dann kommt es wie es kommen muss. Sie stolpert in neue Bezüge, die das Leben mit sich bringen und altbekannte Namen tragen wie Freundschaft, Haustier und Liebe. Da sind die Nachbarn, die sich als lebendige Hausgemeinschaft und später Wahlfamilie entpuppen, das lesbische Liebespaar Susann und Nada, die alte, warmherzige Frau Schröder und nicht zuletzt ein Hund, den Marieke – in Gedanken versunken – anfährt.  Auch das Tier will sie nur vorübergehend bei sich aufnehmen und verweigert ihm daher die Namensgebung. Hund muss als Ansprache genügen. Zu diesem Zeitpunkt ahnt sie nicht, dass er bleiben, einen festen Platz in ihrem Herzen erobern und seinem späteren Namen mehr als gerecht werden wird. In der Dachgeschosswohnung über ihr lebt ein Ben, dem sie sich nach und nach öffnet.

Kann die neu aufkeimende Liebe den Rückeroberungsversuchen ihres Mannes standhalten? Kann sich Marieke damit arrangieren, dass Ben Vater wird und Nada, die ihr geholfen hat, im Haus Fuß zu fassen und ihren Balkon zu begrünen, eine der Mütter ist, weil sie sich mit ihrer Partnerin ein Kind gewünscht hat?

Marieke wagt den Versuch neue Familienmodelle auszuloten und gewinnt darüber nicht nur inspirierende Freundschaften, eine gleichwertige Partnerschaft auf Augenhöhe und ein neues Verständnis ihrer Ursprungsfamilie, sondern auch einen liebevollen Blick auf sich selbst, den sie vorher nicht zulassen konnte.

© Martina Machel / Insel Verlag
© Martina Machel / Insel Verlag

Ilke S. Prick erzählt diese tiefe Liebesgeschichte mit großer Leichtigkeit und Humor und macht ganz nebenbei Lust auf laue Sommernächte in blühenden Großstadthinterhöfen. Wer noch nicht weiß, was es mit urban oder guerilla gardening auf sich und Lust auf eine unterhaltsame und fein erzählte Geschichte hat, bekommt meine Leseempfehlung: Vergissmeinnicht war später.

Ilke S Prick: Vergissmeinnicht war gestern. Berlin, 2016.

http://www.suhrkamp.de/buecher/vergissmeinnicht_war_gestern-ilke_s_prick_36188.html

Radioreihe zum Thema: Schreiben in verschiedenen Genres

Logo RadioIn Kooperation mit dem FDA Bayern startet die Autorenschule Schreibhain am 01. August 2016 eine zwölfteilige Reihe mit Radiobeiträgen zum Thema: Schreiben in verschiedenen Genres. Neben einer Einführung in die jeweilige literarische Gattung, gibt es praktische Schreibübungen und Interviews mit Autor*innen und Expert*innen aus der Buchbranche. Die Sendungen sind als Stream auf der Seite des Literaturradio Bayern abrufbar. Zu den einzelnen Beiträgen kommt Ihr auch – wenn Ihr auf den Programmhinweis klickt.

Programmübersicht:

1.August 2016: Unterhaltung oder Literatur? Von Festlegungen, Pseudonymen und der Einordnung auf dem deutschsprachigen Buchmarkt

15. August 2016: Krimi schreiben: Ermittlerfiguren und Spannungsaufbau

19. September 2016: Thriller: Das Spiel mit der Angst

17. Oktober 2016: Liebesromane: Was die Welt im Innersten zusammenhält

21. November 2016: Erotik: Vanilla oder BDSM? Das Kopfkino ankurbeln

19. Dezember 2016: Humor: Warum es hohe Kunst ist, das Publikum zum Lachen zu bringen.

16. Januar 2017: Fantasy: Vom Welten bauen und erfinden

20. Februar 2017: Fantastik: Magischer Realismus

20. März 2017: Kinderbuch: Wie schreibe ich für welche Altersklasse?

17. April 2017: Jugendbuch: Entwicklungsromane schreiben?

15. Mai 2017: Gehobene Unterhaltung: Ein Zitterwesen

19. Juni 2017: Literarische Texte: Form, Sprache und Thema

Liebster Award

liebster_awardRicarda Howe, ihrerseits Autorin und Bloggerin www.schreibsuechtig.de, hat meinen Blog für den Liebster Award nominiert. Der Preis will junge Blogs vernetzen und deren Bekanntkeit steigern. Danke, liebe Ricarda!

Im Rahmen des Liebster Awards beantworte ich Ricardas Fragen und darf im Anschluss daran weitere Blogger nominieren und sie mit meinem Fragekatalog „beschenken“.

 

 1. Wie beginnt Dein perfekter Tag?

Mit einer Erinnerung an wildverwobene Traumbilder von denen ich genau spüre, deren Motive werden mir gleich gestatten, mich zu den Tieferschichten meines Romans oder meiner Erzählung – je nachdem woran ich gerade schreibe – zu graben. Jemand hat mir einen Milchcafé gebrüht, der auch nach dem Duschen noch heiß ist. Der Laptop ist hochgefahren und die Geschichte schreibt sich wie in Trance.

2. Was ist Dein Lieblingsbuch? Warum?

Es gibt derer so viele, eine wirklich schwierige Frage. Auf jeden Fall eines von Haruki Murakami. Ich könnte IQ84 sagen oder Mister Aufziehvogel, beides Romane, deren Bildwelten mich noch heute heimsuchen und meine schriftstellerische Arbeit beeinflussen. Aber wenn ich ganz ehrlich bin, ist mein Lieblingsbuch Kafka am Strand, aus oben genannten Gründen gepaart mit meiner eigenen Geschichte, die ich ja stets – auch als Leser – bei mir trage, unterdessen die Buchstaben auf dem Papier lebendig werden.

3. Wie schreibst Du Deine Blogbeiträge: schnell von der Leber weg oder mit vielen Überarbeitungen?

Im Idealfall: Einen ersten Wurf unbedingt schnell, ohne allzuviel Vorüberlegungen. Dann lasse ich den Text liegen und gönne ihm Reifezeit, bevor ich ihn überarbeite.

Das stimmt nicht immer, aber diese Beschreibung kommt meiner Arbeitsweise nahe. Manchmal gibt es aber auch Tage, da wälze ich Worte, da klingen sie noch nicht wie sie sollen. Bad word days. Mittlerweile habe ich gelernt auch diese Tage zu akzeptieren, sie zumindest hinzunehmen. Sie wollen etwas anderes von mir: spazierengehe, schwimmen, Tango tanzen, küssen, Eindrücke sammeln.

4. Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang? Welche Tageszeit ist Dir die liebste?

Sonnenuntergang. Am liebsten am Meer, den Sternenhimmel über mir. Auch zum Schreiben liebe ich die Nacht. Sie sammelt die Klänge: Stille, buntes Treiben, Schweben. Wer wie ich gerne nachts schreibt, ist herzlich zu einer unserer Langen Schreibnächte im Schreibhain eingeladen.

5. Deine drei wichtigsten Zutaten zum Glück:

Lieben – in allen Facetten.

Schreiben, weil ich dadurch und darin lebe.

Lesen, weil es mir viele Leben schenkt.

6. Was war das Unvernünftigste, was Du je gemacht hast? Würdest Du es wieder tun?

Lieben, gegen alle Möglichkeiten, Realitäten und Wahrscheinlichkeiten. Ich tue es jeden Tag und bereue es nicht.

7. Wenn Du einen Tag jemand anderes sein könntest, wer wärst Du dann gern? Warum?

  • Ein magisches Wesen, etwas, das außerhalb des menschlichen Erfahrungsbereichs liegt. Einer dieser modernen Vampire, getrieben von großer Sehnsucht und erfüllt von Leidenschaft, eine magiebegabte Hexe, ein flugfähiger und denkender Drache?
  • Alternativ ein Mensch, der andere durch seine Kunst entfesselt und Erfahrungshorizonte öffnet. Meine Verehrung gilt Georgette Dee. In diesem Fall, wähle ich also Gedanken, Körper und Seele des großen Bühnenkünstlers.
  • Eine dritte Option: Ein Schrifsteller/ eine Schriftstellerin aus einer anderen Zeit. Berlin in den 1920-ern vielleicht?

8. Du hast ein One-Way-Ticket zum Mars gewonnen. Es gibt kein Zurück. Nimmst Du den Preis an?

Nein, nicht ohne die Möglichkeit der Rückkehr und Kommunikation. Das große Abenteuer reizt mich natürlich, aber der Preis, die ewige Einsamkeit, ist zu hoch.

9. Welches Projekt hast Du Dir für die nächste Zeit vorgenommen?

Ich schreibe an einem literarischen Roman mit dem Arbeitstitel Die Raupe. Es geht um nicht weniger als Erlösung und die Suche nach der Wahrheit.

10. Was wünschst Du Dir zum Geburtstag?

Küsse und rote Rosen, einen wunderbaren Roman, Entspannung, das Rauschen des Meeres und die Sonne auf der Haut. Mit Freunden den Tag ausklingen lassen.

11. Wie endet Dein perfekter Tag?

Auch hier imaginiere ich verschiedene Szenarien gleichzeitig:

  • Leidenschaft, spielt eine Rolle – noch ist es zu früh am Tag, um konkreter zu werden.
  • Besonnen und beseelt: Ich hänge einem Gedanken nach und beobachte den Flug eines Glühwürmchens.
  • Am Meer. Die Füße im noch tagwarmen Sand.
  • Die letzte Seite meines aktuellen Romans ist geschrieben.

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Ich nominiere:

  1. Jan Teuner: http://peerewju.de
  2. Fabian Baader: https://fabianbader.de/author/schreibader/
  3. Michael Schäfer: http://michaelschaeferasb.wix.com/schreibtischtaeter

 

Meine Fragen an die Nominierten:

  1.  Wie entstehen Deine Texte? Gibst Du uns Einblick in Deine Werkstatt?
  2. Gibt es ein Thema, das Deine Figuren, unabhängig von Deinem Stoff, immer wieder umtreibt?
  3. Warum schreibst Du Romane?
  4. Die Muse hat Dich geküsst – eine Romanidee ist entstanden. Teilst Du einen solchen Moment mit uns?
  5. Gibt es Rituale, die Dich beim Schreiben begleiten?
  6. Wenn Du eine Zeitreise unternehmen könntest, in welche Epoche ginge es für Dich?
  7. Welche Menschen möchtest Du in diesem anderen Zeitalter treffen ?
  8. Du darfst einen Tag mit einem Schriftsteller/ einer Schrifstellerin Deiner Wahl verbringen, wen triffst Du und weshalb?
  9. Eine Fee schenkt Dir eine magische Fähigkeit. Welche suchst Du Dir aus?
  10. Welche Bücher nimmst Du mit in den Urlaub?
  11. Ein Jahr lang schreiben an einem Ort Deiner Wahl. Wohin zieht es Dich?

 

Regeln des Liebster Award

 

  1. Danke der Person, die Dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke ihren Blog in Deinem Artikel.
  2. Beantworte die 11 Fragen, die Dir der Blogger, der Dich nominiert hat, gestellt hat.
  3. Nominiere 2 bis 11 weitere Blogger für den Liebster Award.
  4. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für Deine nominierten Blogger zusammen.
  5. Informiere Deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel.
  6. Das Beitragsbild kannst Du optional in deinen Beitrag einfügen.
  7. Schreibe diese Regeln in Deinen Liebster-Award-Blog-Artikel.